Klosterfahrt 2020 in die Abtei Königsmünster in Meschede

19.02.2020 von Anja und Mike

Vom 17. Februar bis zum 19. Februar durften wir uns kurz vor dem Abi noch einmal besinnen lassen.

Manches ist anders als gedacht ...

Ehrlich gesagt wussten wir gar nicht worauf wir uns hier einlassen und sind aus purer Neugierde, Offenheit aber auch mit der Hoffnung hingefahren, weg vom Alltag und den damit verbundenen Verpflichtungen und Stress zu sein.
Aber bevor ich näher darauf eingehe, möchte ich an der Stelle die Gelegenheit nutzen, um den Förderverein zu danken, der uns mit seiner großzügigen Bereitstellung von finanziellen Mitteln überhaupt erst ermöglicht hat, die Fahrt anzutreten.

Herzlichen Dank!

Doch nun zur Fahrt… Denkt man an ein Kloster, so hat man oft altmodische Einrichtungen mit strikt konservativ-christlichen Menschen im Kopf, die jede andere Form von Vorstellung ablehnen, die nichts mit den biblischen Vorstellungen zu tun hat.

Stimmt das? NEIN!

Bei Ankunft wurden wir von 3 Betreuern empfangen, die sich dort ihrer Berufung, der Betreuung von Jugendlichen, gewidmet haben. Der Empfang verlief ähnlich wie in einer Jugendherberge. Man erhält seine Zimmerschlüssel, bekommt die Hausregeln genannt und ausgeteilt, und begibt sich dann anschließend auf seine schlicht gehaltenen Zweibettzimmer. Ohne Fernseher, ohne WLAN, ohne unsere digitale Luft zum Atmen.

Ein Horrorszenario? NEIN!

 

Zeit zur Besinnung ...

Nun zum Wesentlichen, der "Besinnung": Ein Wort, welches leider mit Vorurteilen belastet ist, aber den Inhalt am besten beschreibt.
Man findet dort Zeit, um sich mit einst verdrängten Gedanken auseinanderzusetzen, Zeit um über sein Jetzt und Ich nachzudenken, Zeit um alternative Sichtweisen zu erforschen und Zeit, um sich über seine eigene Zeitnutzung Gedanken zu machen, eventuell andere Prioritäten zu setzen und vor allem: Um einfach mal zu entspannen. Abgetrennt vom stressigen Alltag erlebt man dort, wenn man sich auch darauf einlässt, wieviel sein eigenes Denken bewirken kann.
Von Gruppenübungen, zu Traumreisen, Meditationen und eigentlich so simplen Fragen, über die man dann doch länger nachgrübeln muss als man eigentlich dachte.

Ein kleines Bespiel solch einer Frage, die mich zum Grübeln brachte: " Wie würden mich meine Freunde beschreiben?" und im Kontrast dazu: "Wie würden mich Leute beschreiben, die mich nicht mögen, und woran liegt das?"

Was wir genossen haben ...

Doch jetzt weg vom moralischen Aspekt und hin zu dem, was euch aktuell wirklich interessiert:
Das Essen …. fantastisch, für genügend Freizeitauslebung ist mit Tischtennis, Kickern und einem Aufenthaltsraum für diverse Aktivitäten gesorgt und auch der Umgang miteinander dort ist selbstverständlich an Respekt und die Achtung des Menschen und seinen individuellen Vorstellungen angelehnt.

Fazit

Es ist EGAL welcher Religion Du angehörst, EGAL wo Du herkommst, EGAL wovon Du überzeugt bist und welche Interessen Du hast. In diesem Kloster ist jeder einzelne von euch,

Herzlich Willkommen!

Das Preis/Leistungsverhältnis ist unvergleichlich, weil ich mir sicher bin, dass ihr mit anderen Gedanken nach Hause fahrt, als ihr hingekommen seid. Jeder einzelne Teilnehmer aus meiner Klasse, der BGO 2020, würde liebend gerne noch einmal mitfahren.

Es lohnt sich wirklich!

Liebe Grüße und bleibt gesund,

Mike & Anja