Industriekauffrau / Industriekaufmann

Die Berufsausbildung zur Industriekauffrau / zum Industriekaufmann ist der Einstieg in eine sehr vielseitige und anspruchsvolle Berufstätigkeit.

Industriekaufleute

Berufsbild

Die Industriekauffrau / der Industriekaufmann ist in Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen tätig, die zunehmend nicht nur Produkte herstellen, sondern auch ergänzende und eigenständige Dienst- und Serviceleistungen in zum Teil umfangreichen Projekten anbieten. Industriekaufleute verfügen über ein nicht nur auf die industrielle Fertigung bezogenes breites, kaufmännisches Grundwissen, sondern insbesondere auch im Bereich der Kundenberatung, Kundenbetreuung und der Projektabwicklung.

Ausbildungsstellen

werden von fast allen Industriebetrieben im Wuppertaler Raum angeboten, an die auch die Bewerbungen zu richten sind. Bei der Ausbildungsplatzsuche sind auch die Arbeitsagentur und die Industrie- und Handelskammer Wuppertal - Solingen - Remscheid (IHK) behilflich.

Ausbildung

Die regelmäßige Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Bei Bewerbern mit Fachhochschulreife oder Abitur bieten die Betriebe oft auch eine verkürzte Ausbildungszeit von 2 ½ oder 2 Jahren an. Der Ausbildungsbetrieb schließt mit dem Bewerber einen Ausbildungsvertrag ab, der bei der IHK eingetragen wird. Die Anmeldung zur Berufsschule erfolgt automatisch durch den Ausbildungsbetrieb.

Berufsschulunterricht

Der Berufsschulunterricht findet in der Teilzeitform statt, d.h., dass die Auszubildenden an einem Tag jeder Woche sowie an einem weiteren Tag alle zwei Wochen die Berufsschule besuchen. An den übrigen Wochentagen arbeiten die Auszubildenden im Betrieb.

Unterrichtsfächer

  • Wirtschafts- und Sozialprozesse (Allgem. Wirtschaftslehre)
  • Geschäftsprozesse (Spezielle Wirtschaftslehre der Industrie)
  • Steuerung und Kontrolle (Rechnungswesen)
  • Datenverarbeitung [1]
  • Englisch
  • Politik [2]
  • Deutsch [2]
  • Religion [2]
  • Zusatzqualifikation (Englisch) [1]
  • [1] Unterricht jeweils nur ein Schuljahr
    [2] Unterricht jeweils zwei Schuljahre
Die Auszubildenden erhalten am Ende eines Schuljahres ein Berufsschulzeugnis, am Ende der Berufsschulzeit ein Abschlusszeugnis. Die Ausbildung endet mit dem erfolgreichen Abschluss der IHK-Prüfung, die für ganz NRW zentral gestellt und zeitgleich durchgeführt wird. Auf Wunsch der Auszubildenden kann die Durchschnittsnote des Berufsschulabschlusszeugnisses auf das Abschlusszeugnis der IHK übernommen werden.

Im Fach Englisch können Auszubildende nach Belegung eines Zusatzkurses freiwillig an der IHK-Prüfung "Zusatzqualifikation Fremdsprache" teilnehmen und ein separates Zertifikat erwerben.

Berufsaussichten

Da fast alle Betriebe ihren eigenen "Nachwuchs" vorwiegend selbst ausbilden, sind die Chancen für eine Weiterbeschäftigung als gut anzusehen. Außerdem sind gute Weiterbildungsmöglichkeiten gegeben, z. B.:

  • Staatl. geprüfte/r Fachkaufmann/-kauffrau, z.B. für Absatz, Beschaffung oder Personal,
  • Staatl. geprüfte/r Betriebswirt/in an der Fachschule für Wirtschaft am Berufskolleg Elberfeld,
  • Staatl. geprüfte/r technische/r Betriebswirt/in IHK u.a.

Duales Studium

Zunehmend großer Beliebtheit erfreut sich ein duales Studium, bei dem zeitgleich in zwei Jahren die Berufsausbildung zur/zum Industriekauffrau/-kaufmann und ein dreijähriges Studium zum Bachelor of Arts absolviert werden. Die Berufsausbildung erfolgt im Betrieb und in der Berufsschule, das Studium an einer Berufsakademie, einer Fachhochschule, einer Universität oder einer Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie. Auf Grund ihrer Doppelqualifizierung werden entsprechende Absolventen gern als Nachwuchsführungskräfte rekrutiert.